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Gestiegene CO₂-Preise, höhere Gaspreise und ineffiziente Heizsysteme.
Die Gründe, wieso die Heizkosten steigen sind vielfältig.
Für viele Eigenheimbesitzer ist die jährliche Heizkostenabrechnungen schwer nachvollziehbar. Lauter verschiedene Zahlen, viele Begriffe und Berechnungen.
Vieles bleibt unklar. Wer die Abrechnung nicht versteht, kann weder die Kosten beurteilen noch Einsparpotenziale erkennen.
Die guten Nachrichten? Sie haben es selber in der Hand und können Kosten einsparen, wenn Sie an den richtigen Stellschrauben drehen.
In diesem Artikel wollen wir Ihnen einen Einblick in die Heizkostenabrechnung geben, Ihr Verständnis erweitern und Lösungen aufzeigen, wie Sie Ihre Kosten senken können.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel richtet sich an Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland.
Alle Zahlen, Beispiele und Einschätzungen basieren auf folgenden Annahmen:
Abweichungen durch Gebäudezustand, Nutzerverhalten, Region, Tarif oder Technik sind jederzeit möglich.
Diese Frage stellen sich viele Hausbesitzer:innen, wenn die jährliche Heizkostenabrechnung ins Haus flattert. Um die eigenen Kosten richtig einordnen zu können, ist es zunächst wichtig zu wissen, welche Verbrauchswerte als typisch gelten.
Der zentrale Kennwert dafür ist der spezifische Heizenergieverbrauch.
Er setzt den jährlichen Energieverbrauch ins Verhältnis zur Wohnfläche:
Jahresverbrauch (kWh) ÷ Wohnfläche (m²) = kWh pro m² und Jahr
Als grobe Orientierung für viele Bestandsgebäude in Deutschland gelten folgende Erfahrungsbereiche (Raumwärme inklusive Warmwasser):
Diese Werte stellen keine Norm dar, sondern dienen lediglich der Einordnung. Der tatsächliche Verbrauch hängt unter anderem vom Baujahr, dem Dämmstandard, der Warmwasserbereitung und dem individuellen Nutzerverhalten ab.

Als Heizungsbauer schauen wir uns verschiedene Kosten an:
Als Eigentümer einer Immobilie können Sie durch angepasstes Heizverhalten Energie sparen. Räume sollten nur nach Nutzung beheizt werden, etwa 17 bis 18 Grad im Schlafzimmer und rund 20 Grad im Wohnzimmer. Türen bleiben geschlossen, Stoßlüften ersetzt gekippte Fenster, und Teppiche erhöhen die gefühlte Wärme. Die Effizienz steigt durch entlüftete Heizkörper, gleichmäßige Thermostateinstellungen, smarte Thermostate und frei stehende Heizkörper. Direkt beeinflussbar sind Ihr eigenes Heizverhalten, hydraulischer Abgleich, Heizkurve und Heizsystem. Indirekt beeinflussbar sind Dämmung, Vorlauftemperatur und Anlagengröße. Nicht beeinflussbar sind Energiepreise, CO₂-Abgaben und Wetter.
Jahresverbrauch (kWh) ÷ Wohnfläche (m²) = kWh/m²
Beispiel:
Rechnung:
Nun haben Sie mit dem Schnellcheck und den Sofort-Maßnahmen erste Handlungsmöglichkeiten an die Hand bekommen, um Ihre Heizkosten zu senken. Es kann aber auch ein technisches Problem vorliegen, wie zum Beispiel eine Überdimensionierung oder zu hohe Vorlauftemperaturen. Bei der Überdimensionierung ist Ihre Heizung zu groß für Ihr Haus. Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das zu Ihren Heizkörpern fließt. Je niedriger, desto effizienter das System.

Die Heizlast in Kilowatt beschreibt die Leistung, die eine Heizung am kältesten Wintertag bei etwa minus 12 bis minus 16 Grad liefern muss, um alle Räume auf 20 Grad zu halten. Sie darf nicht mit dem Jahresverbrauch verwechselt werden, da die Heizlast die benötigte Leistung angibt und der Jahresverbrauch die tatsächlich verbrauchte Energie in Kilowattstunden beschreibt.
In der Praxis wird häufig mit einer Faustformel von 50 bis 100 Watt pro Quadratmeter gearbeitet. Bei einem Haus mit 150 Quadratmetern ergibt das 7,5 bis 15 kW, oft wird zur Sicherheit ein 15 kW Kessel installiert.
Eine professionelle Berechnung nach DIN EN 12831 liefert meist deutlich niedrigere Werte. Bei nuuEnergy erfolgt eine raumweise Analyse unter Berücksichtigung der U-Werte aller Bauteile, der Fensterflächen, der Gebäudeausrichtung und der Luftwechselverluste. Das Ergebnis liegt im Beispiel bei 7 kW statt 15 kW. Die Überdimensionierung beträgt damit den Faktor 2,1. Über 20 Jahre entstehen dadurch Mehrkosten von rund 2.000 Euro bei der Anschaffung und etwa 7.200 Euro durch höheren Verbrauch. Insgesamt werden so rund 9.200 Euro verschenkt.
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Die Gasheizung ist bewährt. Günstig in der Anschaffung mit 8.000 bis 12.000 Euro. Kompakt im Platzbedarf. Technisch ausgereift.
Doch die Rahmenbedingungen haben sich verschoben.
Förderung? Gestrichen.
CO₂-Abgabe? 55 Euro pro Tonne heute, 65 Euro ab 2026, Tendenz weiter steigend.
Gaspreise? Volatil und politisch abhängig.
Rechtslage? Ab 2045 verboten.
Das bedeutet: Wer heute eine Gasheizung einbaut, investiert in eine Technologie ohne Zukunftsperspektive. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bleibt bestehen. Die Kosten steigen jährlich.
Fazit: Nur bei sehr kurzer Restnutzung unter fünf Jahren vertretbar. Für langfristige Planungshorizonte keine empfehlenswerte Option mehr.
Die Ölheizung ist unabhängig vom Gasnetz. Das ist ihr einziger Vorteil.
Dem stehen massive Nachteile gegenüber.
Höchste CO₂-Abgabe aller Heizsysteme.
Erheblicher Platzbedarf für Tanks.
Geruchsbelastung im Betrieb.
Umweltrisiken bei Leckagen.
Faktisches Verbot in vielen Bundesländern.
Null Förderung.
Fazit: Eine neue Ölheizung ist 2026 nicht mehr vertretbar – weder wirtschaftlich noch klimapolitisch.
Für eine Investition in eine Wärmepumpe können Sie bis zu 70% gefördert bekommen.
Betriebskosten 40 bis 60 Prozent niedriger als Gas.
Keine CO₂-Abgabe.
Kombination mit Photovoltaik möglich.
Planbare Energiekosten ohne fossile Abhängigkeit.
Die Entscheidung für ein Heizsystem ist keine Momentaufnahme. Sie ist eine Prognose. Eine Wette auf die nächsten zwanzig Jahre. Und die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache.
Gas und Öl: Der Kostendruck steigt unaufhaltsam
Wer heute auf fossile Brennstoffe setzt, muss mit kontinuierlich steigenden Belastungen rechnen.
Die CO₂-Abgabe wird verschärft.
Jährlich um 10 bis 20 Euro.
Das ist politisch beschlossen. Das ist planbar. Und das ist erst der Anfang.
Die Gaspreise bleiben volatil.
Abhängig von geopolitischen Krisen, von Lieferverträgen, von globalen Marktbewegungen. Die Tendenz zeigt nach oben. Langfristige Planbarkeit? Nicht vorhanden.
Die Prognose für 2030:
Zwischen 2.800 und 3.200 Euro jährliche Betriebskosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Das sind 700 bis 1.100 Euro mehr als heute. Tendenz weiter steigend.
Fossile Heizungen werden teurer. Jahr für Jahr. Unaufhaltsam.
Die Wärmepumpe entwickelt sich in die entgegengesetzte Richtung.
Strompreise stabilisieren sich.
Der Anteil erneuerbarer Energien wächst kontinuierlich. Wind- und Solarstrom werden günstiger. Das dämpft die Preisentwicklung langfristig. Oder senkt sie sogar.
Mit Photovoltaik sinken die Kosten weiter.
Eine Kombination aus Wärmepumpe und eigener PV-Anlage reduziert die Betriebskosten um 30 bis 40 Prozent. Der selbst erzeugte Strom macht unabhängig. Und er kostet nur einen Bruchteil des Netzstroms.
Die Wärmepumpe wird günstiger. Oder bleibt stabil. Planbar. Berechenbar. Zukunftssicher.
Fossile Heizungen werden teurer.
Wärmepumpen werden günstiger oder bleiben stabil.
Die Schere öffnet sich mit jedem Jahr weiter.
Wer heute in Gas oder Öl investiert, entscheidet sich bewusst für steigende Kosten, für fossile Abhängigkeit, für politische Unsicherheit.
Wer heute in eine Wärmepumpe investiert, entscheidet sich für Planbarkeit, für Unabhängigkeit, für langfristige Wirtschaftlichkeit.
23.000 Euro Unterschied über 20 Jahre.
Das ist keine Kleinigkeit.
Das ist eine Vermögensfrage.
Wir haben schon im Jahr 2024 einen Artikel hierzu verfasst. Nichtsdestotrotz ändert sich auch im Bereich der Förderung für die Wärmepumpe sehr oft etwas, weshalb ich gerne nochmal auf die neuesten Entwicklungen eingehen möchte.
Wenn Sie 2026 eine Wärmepumpe einbauen lassen, können Sie verschiedene Zuschüsse vom Staat bekommen. Insgesamt sind bis zu 70% Förderung möglich.
So setzt sich die Bundesförderung zusammen:
Jeder bekommt eine Grundförderung von 30%. Dazu können Sie verschiedene Boni kombinieren: Wenn Ihre Wärmepumpe Grundwasser, Erdwärme oder ein natürliches Kältemittel nutzt, gibt es 5% extra. Tauschen Sie eine alte Öl- oder Gasheizung aus, erhalten Sie zusätzlich 20% – dieser Bonus gilt in voller Höhe noch bis Ende 2028. Verdienen Sie weniger als 40.000 Euro im Jahr, können Sie weitere 30% bekommen.
Die Förderung wird auf maximal 30.000 Euro Kosten für die erste Wohneinheit berechnet.
Was ist 2026 neu?
Ab Januar 2026 müssen Sie für den hydraulischen Abgleich eine neue Zertifizierung nachweisen, um die Förderung zu bekommen.
Viele Städte bieten eigene Förderprogramme an, die Sie zusätzlich nutzen können. In München gibt es zum Beispiel 30% Zuschuss auf die Kosten, die über die Bundesförderung hinausgehen.
Hohe Heizkosten haben vielfältige Ursachen. Da Sie auf Energiepreise und CO₂-Abgaben keinen Einfluss haben, lohnt es sich, die Technik in den Blick zu nehmen. Bei hohem Verbrauch kann ein Wechsel weg von Gas oder Öl sinnvoll sein. Mit staatlicher Förderung zahlt sich die Investition oft schnell aus und Sie machen sich langfristig unabhängig von fossilen Brennstoffen.
Gerne unterstützen wir Sie mit einer persönlichen Beratung.
Der erste Schritt ist unser Wärmepumpen-Check.
In diesem Check stellen wir Ihnen ein paar Fragen zu Ihrem Haus und schauen, wie wir Sie unterstützen können.