
Nur eine davon ist wirklich problematisch.
Bei Luft-Wärmepumpen bildet sich bei feuchtem Wetter und Temperaturen etwa zwischen −5 °C und +7 °C regelmäßig Eis an der Außeneinheit. Das passiert, weil die Wärmepumpe Wärme aus der Außenluft entzieht und dabei Feuchtigkeit gefriert.
Das ist normal. Moderne Wärmepumpen tauen dieses Eis automatisch wieder ab.
Solange dieser Vorgang funktioniert, entsteht kein Schaden.
Ein echtes Problem entsteht, wenn Wasser in Leitungen oder Bauteilen gefriert – etwa bei längerem Stromausfall oder fehlendem Frostschutz. Gefrierendes Wasser kann Rohre und Bauteile beschädigen. Bei modernen Wärmepumpen mit brennbarem Kältemittel (z. B. R290/Propan) kann ein Frostschaden im schlimmsten Fall sogar zum Kältemittelaustritt führen.
Warum Strom entscheidend ist
Solange die Anlage läuft, zirkuliert warmes Wasser und verhindert das Einfrieren. Fällt der Strom länger aus oder schalten Sie die Sicherung manuell ab, ist dieser Schutz deaktiviert.
So sorgen Sie vor:
Moderne Wärmepumpen sind für extreme Temperaturen gebaut. Aber „winterfest“ heißt nicht „sorgenfrei“. Damit Ihr System zuverlässig arbeitet, muss alles perfekt zusammenspielen – Haus, Technik und Mensch.
Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Sie Ihre Anlage verstehen, nicht nur bedienen.
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Im Folgenden möchte ich Ihnen nochmal 8 Maßnahmen vorstellen, die Ihre Wärmepumpe langlebig, robust und sicher für eisigen Winter machen.
Ihre Wärmepumpe braucht Freiraum. Rundum.
Den idealen Aufstellort bestimmt zunächst Ihr Aufmaßtechniker bei der Heizlastberechnung vor Ort. Der Installationsmanager prüft ihn später im Projektverlauf nochmals – für absolute Sicherheit.
Winter bringt Herausforderungen. Schnee weht heran, Laub sammelt sich, Gegenstände rücken näher. Was harmlos wirkt, kann die Funktion beeinträchtigen.
Was Sie tun können:
Halten Sie den Bereich frei.Schaufeln Sie Schnee weg, wenn er sich türmt.Entfernen Sie Laub regelmäßig.Stellen Sie keine Kisten ab. Keine Gartengeräte. Nichts, was im Weg steht.
Die Wärmepumpe braucht Luftzirkulation – genau wie Sie frische Luft zum Atmen brauchen. Geben Sie ihr Raum, damit sie arbeiten kann, effizient und zuverlässig, Saison für Saison.
Beim Abtauen entsteht Wasser. Immer.
Dieses Wasser muss ungehindert ablaufen können – von den Wärmetauschern weg, aus dem System heraus, ohne Verzögerung. Ist der Kondensatablauf vereist oder verstopft, staut sich das Wasser und gefriert erneut. Ein Kreislauf beginnt, der die Effizienz ihrer Wärmepumpe mindert und Schäden verursachen kann.
Der Ablauftrichter: Ihre erste Verteidigungslinie
Ein trichterförmiges Bauteil unter den Wärmetauschern fängt das Schmelzwasser auf. Per Schwerkraft fließt es durch die Kondensatleitung nach außen oder in die Kanalisation. Das System funktioniert wie ein Einwegventil – Wasser fließt nur in eine Richtung: heraus.
Was Sie regelmäßig prüfen sollten:
Der orange markierte Ablauf muss frei sein. Kein Eis. Kein Laub. Kein Schlamm.

Achten Sie besonders auf:
Die Ablaufleitungen brauchen Gefälle – damit das Wasser von selbst fließt. Rückstauklappen verhindern Rückfluss aber nur, wenn sie sauber sind.
Verstopfungen führen zu Wasserstau, erneutem Gefrieren, sinkender Leistung.
Einfache Wartung:
Sichtkontrolle vierteljährlich.
Ablauftrichter auf Verstopfungen checken.
Bei Bedarf: ausspülen, Ablagerungen entfernen.
Planen und Folien mögen sinnvoll wirken, sind es aber nicht.
Sie stauen Feuchtigkeit, blockieren Luft und führen zu unnötiger Eisbildung. Lassen Sie Ihre Wärmepumpe frei atmen. Sie ist wetterfest konstruiert. Der natürliche Luftaustausch ist Teil des Frostschutzsystems.
Eisbildung ist normal. Ihre Wärmepumpe erkennt sie selbstständig und startet automatisch den Abtauvorgang.
Ihr Handgriff: Greifen Sie nicht ein.
Kein Kratzen, kein Heißluftfön, keine Werkzeuge.
Wenn Sie ungewöhnlich lange Abtauphasen bemerken, kontaktieren Sie uns als Ihre Fachbetrieb – die Elektronik regelt alles andere selbst.
Der Frostschutz funktioniert nur, wenn die Wärmepumpe mit Strom versorgt wird.
Wird das System komplett abgeschaltet, können Leitungen bei Frost einfrieren.
Auch wenn Sie verreisen:
Lassen Sie die Anlage im Betrieb.
Reduzieren Sie die Temperaturen, aber schalten Sie sie nicht aus.
Bei häufigen Stromausfällen kann ein Notstromkonzept sinnvoll sein. Das sollte immer mit einem Fachbetrieb geplant werden. Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema.
Sehr niedrige Vorlauftemperaturen sparen Energie, können im Winter aber problematisch sein.
Wenn die Anlage zu wenig Wärme bereitstellt, kühlen Gebäudeteile stark aus.
Achten Sie auf eine ausgewogene Heizkurve. Effizient, aber sicher.
Ein kurzer Blick reicht oft aus.
Ungewöhnliche Geräusche. Starke Vereisung. Fehlermeldungen im Display.
Je früher Sie reagieren, desto geringer ist das Risiko für Folgeschäden.
Eine gewartete Wärmepumpe erkennt Probleme früher und arbeitet zuverlässiger.
Sensoren, Abtauautomatik und Frostschutzfunktionen müssen korrekt funktionieren.
Eine regelmäßige Wartung ist kein Luxus, sondern Betriebssicherheit.
Die Checkliste des Bundesverbands Wärmepumpe zeigt, was bei der Wartung geprüft werden sollte.
Wärmepumpen sind wintertauglich. Auch bei Minusgraden.
Probleme entstehen selten durch die Kälte selbst, sondern durch fehlende Vorbereitung oder falsche Eingriffe.
Wenn Sie Ihre Anlage verstehen und ein paar Regeln beachten, bringt Ihre Wärmepumpe Sie sicher durch den Winter.
Falls Sie Fragen zu dem Thema 'Wärmepumpe winterfest machen' haben, dann melden Sie sich gerne per E-Mail an hello@nuuenergy.com.
Wir sind immer für Sie da!